Unser Mähroboter

Einen Rasenmähroboter wollte ich eigentlich schon vor langer Zeit kaufen. Die waren damals leider aber noch sehr teuer. Wenn ich mich recht erinnere sogar mehrere tausend Euro.

Nun ja, ich hatte mich trotzdem gerade durchgerungen und wollte tatsächlich so ein Elektroschaf bestellen, da haben mir nächtliche dunkle Gestalten meinen geliebten Weber-Grill aus dem Garten gestohlen. Da überkam mich eine spontane Kaufunlust und das Thema Mähroboter war ersteinmal vom Tisch.

Eigentlich war das auch ganz gut so, denn der Husqvarna, den ich mir damals aussuchte, hätte viel Umbauarbeit im Garten bedeutet.
Man muss wissen, dass die Messer von Rasenmährobotern aus Sicherheitsgründen nicht bis zum Rand des Mähers reichen. Meist lassen diese kleinen possierlichen Arbeiter am Rand einen Streifen von 20cm ungemäht. Wer glücklicher Besitzer von solch breiten Rasenkantensteinen ist, den stört das logischerweise nicht. Wir hatten uns aber damals für Granitsteine mit lediglich 12cm Breite entschieden, und somit hätte der kleine Racker immer ca. 8cm Rasen am Rand ungeschnitten gelassen. Das kann man zwar schnell von Hand oder mit einer elektrischen Gartenschere beseitigen aber das passt nicht ganz zu meinem Verständnis von einer automatischen Rasenmahd.

Nun machen wir einen Zeitsprung in das Jahr 2018. Der Garten mit all seinen Projekten ist fertig und wir genießen den Frühling. Da stolpere ich auf Amazon über den Worx Landroid.
Und wisst ihr was dieser Genius kann? Er schneidet bis zum Rand. Wow!
Den muss ich haben… Gesagt getan. Bei Amazon bestellt und wie gewohnt war das Teil am nächsten Tag bei mir.
Großer Karton, mit allem drin was es für so ein kleines Grundstück, wie wir es haben, braucht.
130 Meter Begrenzungsdraht, 180 Heringe und sogar Ersatzmesser.
Ich hatte zur Sicherheit noch ein paar extra Haken und eine zusätzliche Rolle Draht bestellt, brauchte ich jedoch beides nicht.
Die Installation war dann auch super einfach. Ich habe jetzt keine Stoppuhr mitlaufen lassen, aber ich habe so ungefähr einen Vormittag gebraucht. Dabei war das Komplizierteste den Begrenzungsdraht irgendwie durch unseren mit Granitsteinen gepflasterten Weg zu bekommen.

Ich hatte überlegt das Pflaster aufzunehmen und den Draht darunter zu verlegen. Da ich aber noch skeptisch war ob der Mähroboter meinen Ansprüchen genügt, wollte ich erst mal alles so provisorisch wie möglich verlegen. Ich habe dann einfach den Fugensand aus einer möglichst durchgängig verlaufenden Fuge mit meinem Festo Saugmobil rausgesaugt und den Draht erst einmal in dieser verlegt. Ihr ahnt es schon, da liegt er immer noch und es funktioniert super. Provisorien halten eh am längsten 🙂

Ich bin bis heute wirklich restlos zufrieden mit der Leistung des Worx Landroid. Ich hatte ja vorher einen Akku-Rasenmäher von Makita. Durch das nicht vorhandene Stromkabel und das dadurch fehlende Rumgezerre am selben, ging das Mähen damit schon echt schnell von der Hand und war kaum Aufwand. Aus dieser Sicht hätte ich also gar keinen Mähroboter gebraucht. Der größte Vorteil, kam dann aus einer ganz anderen Ecke. Das hatte ich vorher gar nicht so auf dem Schirm. Es fällt kein Rasenschnitt mehr an.
Dadurch das der Kleine ja fast jeden Tag fährt, mäht er immer nur ein paar Millimeter weg und die kleinen Schnipsel bleiben einfach liegen. Soll wohl auch gut für den Rasen sein, da er ein paar Nährstoffe bekommt und der Boden nicht so schnell austrocknet.
Ich war ja skeptisch ob uns die kleinen grünen Schnipsel nicht am Fuß kleben bleiben und im ganzen Haus verteilt werden, aber Fehlanzeige. Nichts dergleichen. Bisher keinen einzigen Schnipsel im Haus gefunden.
So sparen wir uns doch ein paar Euro Müllgebühren bzw. den Weg und die Zeit den Grünschnitt wegzufahren.

Gegenüber anderen Mähern, hat der Worx Landroid auch den Vorteil, dass er seinen Messerteller abwechselnd in beide Richtungen dreht. Somit werden die Messer von beiden Seiten benutzt und sie halten ohne Wechsel deutlich länger.

Per App ist er sogar via WLAN erreichbar. Man kann sehen was er gerade so treibt und kann ihn damit steuern und umkonfigurieren. Eine kleine Statistik ist auch zu sehen: unser hat in den 16 Monaten bereits 316km zurückgelegt, und dabei hatte er Winterschlaf gehalten. Hut ab!

Nun ein paar Monate später kann ich wirklich sagen, ich würde ihn jederzeit wieder kaufen. Ich erwische mich hin und wieder wie ich, auf der Liege liegend, unserem neuen Mitarbeiter einfach gedankenversunken zuschaue wie er wirklich pfiffig seine Bahnen zieht.

Und ja, es stimmt was man so sagt, der Rasen bekommt eine ganz neue Qualität. Wir haben inzwischen deutlich weniger Unkraut in der Fläche.

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